Die blaue Blume III ergänzt die Werkreihe um eine ruhigere und reduzierte Interpretation des Motivs. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bildern, die durch ihren pastosen Farbauftrag und ihre ausgeprägte Materialität beeindrucken, entsteht hier die Wirkung aus der Leichtigkeit der Linien und der Offenheit der Form.
Die Blüte wird nur angedeutet. Dunkelblaue Pinselzüge umschreiben ihre Konturen, während die gelbe Mitte als leuchtender Mittelpunkt den Blick anzieht. Der hellblaue Hintergrund erinnert an Himmel oder Wasser und verleiht dem Bild eine lichte, schwebende Atmosphäre. Die grüne Pflanze wächst mit wenigen, sicheren Pinselstrichen aus dem unteren Bildrand empor und verbindet die Blüte mit ihrem natürlichen Ursprung.
Innerhalb der Serie zeigt Die blaue Blume III eine weitere Facette desselben Themas. Während die ersten beiden Werke die Kraft und Präsenz der Blume betonen, erzählt dieses Bild von ihrer Zartheit und Vergänglichkeit. Es lässt Raum für die eigene Vorstellung und lädt dazu ein, das Wesentliche nicht im Detail, sondern im Eindruck zu entdecken.
Die Werkreihe Die blaue Blume greift damit das romantische Symbol der Sehnsucht und Hoffnung auf und interpretiert es auf unterschiedliche Weise – mal kraftvoll und plastisch, mal leicht und beinahe schwebend. Gemeinsam zeigen die drei Bilder, dass Schönheit und Hoffnung viele Ausdrucksformen haben und sich immer wieder neu entfalten können.